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Dienstag, 04.10.2005

False Friends False Friends - Falsche Freunde

Schwerer Drogenmissbrauch in US-Krankenhäuser, Boiler, die für eine ganze Schiffskatastrophe zuständig sind... Das Leben wäre nur halb so aufregend ohne sie: Übersetzungsfehler.

Internationale Nachrichten werden heutzutage größtenteils in Englisch verfasst, sodass ein Großteil der Arbeiten heutiger Journalisten ?nur noch? daraus besteht diese Texte zu übersetzen. Dass man dabei möglichst eng am Orginaltext bleiben will, ist ? gerade als Schüler verständlich ? trotzdem sind einige Sachen einfach nicht eins zu eins ins Deutsche übertragbar, was mitunter zu äußerst kuriosen Missverständnissen und Wortneuschöpfungen führen kann.

Seit den schrecklichen Geschehnissen des 11. Septembers 2001 hat in der Deutschen Sprache ein Wort eine unglaubliche Wiederentdeckung erlebt. Man hat es quasi aus den Militärkisten altgewordener Generäle wieder herausgezogen: die Attacke. Früher nahm dabei vor unserem geistigen Auge ein in bunter Uniform gekleideter Offizier den Säbel in die Hand und zeigte damit in Richutng Feind, während er wie wildgeworden in Richtung Feind ritt. Eine Szene, wie geschaffen für die momentan doch so beliebten Historienfilme. Attacken wurden zwar gerne geritten, aber mit der Kavallerie ist auch das Wort aus der Mode gekommen. So jedenfalls im Deutschen, wobei im Englischen hingegen ?attack? sehr wohl ein normale Vokabel für ?Angriff, Anschlag, Anfall, Überfall, Beschuss? und ?scharfte Kritik? ist. So ist eine Selbstverständlichkeit nach 09/11 im englischsprachigem Raum von ?terror attack? zu reden. Möglicherweise war die Deutsche Presse derartig geschockt von den Anschlägen, dass sie das Übersetzen vergessen hatte, möglicherweise begünstigte die Tatsache, dass einer der Flugzeugentführer Mohammed Atta hieß, diesen Übersetzungsfehler. Jedenfalls ist seit diesem Tag das Wort ?Terror-Attacken? in aller Munde und auch die Zahl der ?Herzattacken? hat wieder zugenommen (während die der Herzinfarkte deutlich zurückging).

Vielleicht erinnert sich die ein oder der andere noch an den schlimmen Unfall des Magiers Roy, Freund von Siegfried, der im Oktober 2003 auf der Bühne von einem weißen Tiger angefallen und schwer verletzt wurde? Prompt war natürlich in deutschen Zeitungen von einer ?Tiger-Attacke? zu lesen. Aber noch viel erschütternder war bei dieser Meldung gewesen, dass die Ärzte den armen Roy mit Drogen in ein künstliches Koma versetzten. Man wunderte sich, dass in den sonst so drogenfeindlichen Vereinigten Staaten sowas überhaupt möglich ist. Dabei hat der Übersetzer wohl übersehen, dass das Wort ?drugs? im Englischen zwar für ?Droge/Rauschmittel? steht, aber genauso gut ?Medikament? bedeuten kann.Was hier auch sicherlich der Fall war, wenn Ärzte um das Leben eines Las-Vegas-Stars kämpfen.

Übersetzungsfehler sind eine der gravieresten Stilprobleme unserer Zeit. Nicht immer ist der Fall so klar wie bei dem scheinbar harmlosen Wort ?silicon?, dass oft fälschlicherweise mit Silikon übersetzt wird. ?Sieben Jahre nach dem Boom der pflegebedürftigen Kleincomputer kommt nun eine zweite Generation der Silikonkücken auf den Markt?, hieß es in einem Bericht über die aus Japan importierte Landplage namens Tamagotchi. Silikon ist ein Stoff mit dem normalerweise Badewannen und Fließen abgedichtet werden und zukleingeglaubte Frauenbrüste auf ein augenfälliges Format gebracht werden. Die kleinen lästigen Tamagotchi -Nachfolger sind jedenfalls nicht aus Silikon, sondern aus Silizium, einem Element, dass in der Halbleitertechnik eine große Rolle spielt (der Stoff, woraus eben Computerchips größtenteils bestehen).

Erstaunlich unsensible reagieren Menschen auch im Umgang mit dem englischen Wort ?sensitive? (= sensible, feinfühlig, empfindlich). Ein Energie Experte der SPD, der den Verkauf der Hanauer Atomfabrik kommentiert, sagt folgendes: ?Wenn es überhaupt je einen Grund gibt, einen Export zu untersagen, dann bei sensitiver Atomtechnologie?. Das Wort ?sensitiv? gibt es im Deutschen zwar auch, aber es wird hauptsächlich von Nervenärzten verwendet, da es ?leicht reizbar? bedeutet. Eigentlich meinte der Energie-Experte ?sensible Atomtechnik?.

Im einem Bericht zu übergewichtigen Amerikanern war zu lesen: Allzu große Anstrengungen will der Minister seinem Volk nicht zumuten. Es sei nicht nötig Marathon zu laufen oder einem Gesundheitsclub beizutreten.? Mit den Augen schon im nächsten Absatz, geistern die Gedanken immer noch um das Wort ?Gesundheitsclub?. Bis man schließlich erkennt, dass das Wort im Orginal wohl ?health club? hieß und nichts anderes bedeutet als ein gewöhnliches Fitness-Studio.

Eins der berühmtesten Beispiele sind das englische Zahlwort ?billion?, dass von deutschen Journalisten regelmäßig mit ?Billion? übersetzt wird, wodurch der Amerikanische Haushalt immer zu einer immensen Größe aufgebläht wird, neben der selbst Dagobert Duck arm aussieht. Die englische ?Billion? entspricht im Deutschen jedenfalls ?nur? einer ?Milliarde?.

?Solana drückte seine tiefe Sympathie für diejenigen aus, die bereits Zielscheibe von Angriffen geworden waren?, war im Zusammenhang mit einer Serien von Briefbombenanschlägen zu lesen.
Man muss heutzutage ja durchaus dankbar sein, dass der Übersetzer immerhin auf das Wort ?Briefbombenattacken? verzichtet hat, aber drückt im Deutschen ein Opfer seine Sympathie aus? Ist es nicht eher Mitgefühl, Beileid oder Bedauern? Wenn man das englische Wort sympathy nachschlägt, wird sich schnell herausstellen, dass es neben ?Zuneigung? auch ?Mitleid, Mitgefühl? und ?Anteilnahme? bedeuten kann. Es kommt dabei stark auf den Zusammenhang an.

Ein ebenso tückischer Übersetzungsfehler steckt in diesem Beispiel: ?Das schwerste Unglück der Geschichte des New Yorker Fährbetriebs ereignete sich 1871, als auf einem Schiff ein Boiler explodierte. Damals wurden mehr als 125 Menschen getötet.? Natürlich ist damals nicht ein Heißwasserspeicher in die Luft geflogen, wie er üblicherweise in Badezimmern hängt, sonder ein Dampfkessel. Im Englischen heißt ?boiler? nämlich auch das, im Deutschen nicht.

Etwas anders muss Hollywood-Star Ben Affleck explodiert sein, denn laut einiger Klatschspaltenberichte soll der das Scheitern seiner Beziehung zu Jennifer Lopez mit folgenden Worten bedacht haben: ?Wir haben ein Monster kreiert!? Gibt es also doch noch Nachwuchs im Hause Affleck-Lopez, oder hat doch Dr. Frankenstein seine Finger im Spiel? Nein, es ist viel einfacher: Tatsächlich hat Ben Affleck wohl wirklich gesagt ?We crated a monster? was aber einfach ein Englisches Sprichwort für ?Die Sache ist aus dem Ruder gelaufen? oder ?Wir haben die Kontrolle verloren? ist.

Wie weit Übersetzungen vom Orginal abschweifen können, wenn man alles zu wörtlich nimmt, zeigt das letzte Beispiel: Nach einer Begegnung mit Hillary Clinton soll Bernadette Chirac, die Frau des französischen Staatspräsidenten, anerkennend gesagt haben: ?Sie ist eine Professionelle. Aber sie kann auch sehr charmant sein.? Man darf davon ausgehen, dass Bernadette Chirac ihre Worte in Wahrheit klüger gewählt hat und dass hier nichts weiter als ein zusätzlicher Übersetzungsfehler vorliegt: ?She's a professional?, so stand es wohl in der englischsprachigen Quelle ? was auf Deutsch etwa ?Sie ist professionell?, ?Sie ist ein Vollprofi? bedeutet. Zu schreiben ?Sie ist eine Professionelle? macht aus der amerikanischen First Lady gleich eine Dame des horizontalen Gewerbes und bei aller Missgunst zwischen Franzosen und Amerikanern: So weit würde Madame Chirac dann wirklich nicht gehen.

Nicht dass wir Schüler es besser könnten, ganz im Gegenteil, man sollte sich vielmehr vor Augen halten, dass Leute, die dafür bezahlt werden, genauso Fehler machen. Deshalb muss man sich auch nicht scheuen sich einmal ein Stück weiter vom Text zu entfernen, denn schließlich wollen die Bedeutungen der Worte im Zusammenhang und nicht die Worte selbst übersetzt werden.

In diesem Sinne: See you, take care! Sieh dich, nimm Sorge!

Samstag, 03.09.2005

Irland 2oo5

Komme grad frisch aus dem Urlaub.
War eine Woche im wunderschönen, malerischen Irland gewesen.
Mein Kommentar dazu: "Is' scho' schö'!" (Insider)

Einige Fotos und Reiseberichte o.ä. sollen folgen.
Außerdem will ich die ganze Zeit noch einen Artikel für die Schülerzeitung tippen. Der kommt dann auch hier wieder her.

Bis dahin, Stay tuned!
Sascha :-)

Samstag, 30.07.2005

Ascii Art

Zurück aus Berlin melde ich mich mal wieder...
gleich mit einer Portion Ascii Art

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Sonntag, 17.07.2005

Momentane Gedanken

Warum nochmal 'was dichten, wenn andere es viel besser können.
Wie soll man einem Menschen sagen, dass man ihn liebt, außer mit einfachen aber wahren Worten? ...


My tea's gone cold, I'm wondering why
I got out of bed at all
The morning rain clouds up my window
and I can't see at all
And even if I could it'd all be grey,
but your picture on my wall
It reminds me that it's not so bad,
it's not so bad

I drank too much last night, got bills to pay,
my head just feels in pain
I missed the bus and there'll be hell today,
I'm late for work again
And even if I'm there, they'll all imply
that I might not last the day
And then you call me and it's not so bad,
it's not so bad and

I want to thank you
for giving me the best day of my life
Oh just to be with you
is having the best day of my life


Push the door, I'm home at last
and I'm soaking through and through
Then you hand me a towel
and all I see is you
And even if my house falls down,
I wouldn't have a clue
Because you're near me and

I want to thank you
for giving me the best day of my life
Oh just to be with you
is having the best day of my life

(Dido - Thank You)

Dienstag, 21.06.2005

Passive Flucht

"Was schlägst du vor? Passiven Widerstand?"
"Nicht doch! Ich schlage aktive Flucht vor!"
(Woody Allen in "Die letzte Nacht des Boris Gruschenko")

Morgen schreiben wir die letzte Lateinschulaufgabe für immer!
FÜR IMMER IMMER IMMER! *freu*

Mittwoch, 01.06.2005

Eine kleine Geschichte

... als Widmung für einen ganz wunderbaren und besonderen Menschen. Ich denke ich hätte es in dieser Situation nicht anders bzw. besser machen können:

Ein Mädchen fragte einen Jungen
"Magst du mich?" - Er sagte nein.
Sie fragte "Findest du mich hübsch?" - Er sagte nein.
Sie fragte "Bin ich in deinem Herz?" - Er sagte nein.
Als letztes fragte sie "Wenn ich weg gehen würde würdest du für mich weinen?" - Er sagte wieder nein.
Sie ging traurig davon. Da packte er sie am Arm und sagte:
"Ich mag dich nicht, ich liebe dich.
Ich finde dich nicht hübsch, ich finde dich wunderschön.
Ich würde nicht für dich weinen, ich würde für dich sterben!"

Notiz an mich selbst

Ich wollte noch einge Impressionen, Eindrücke und Berichte von den Erlebnissen der vergangenen zwei Wochen (Ferien) hier ablegen.
Vielleicht ein paar Eindrücke zu den zwei Überfällen, dann noch was zu ADS-Kindern, mit denen ich auf der Kinder-Woche im KjG Haus in Schonungen konfrontiert war... Mal sehen, wann und ob ich überhaupt dazu komme. Vorgenommen hatte ich's mir eigentlich...

Auf bald!

Dienstag, 10.05.2005

Gedanken des Tages

"Wenn ein Schizophrener mit Selbstmord droht, kann er wegen Geiselnahme verurteilt werden?"

... durch die Hektik und den Stress der letzten Tage etwas verwirrt. ;)

Samstag, 07.05.2005

Studiengebühren

"Studiengebühren - ein Gewinn für die Bildung?
Ab 2006 sollen nun auch in Bayern Studenten 500 Euro pro Semester zahlen - dafür, dass sie studieren dürfen.
Effektive Maßnahme um die Qualität der Hochschulen zu verbessern oder ungerechtes Mittel um die Finanzlöcher der Staatshaushalte zu stopfen?
Da die meisten von uns auch bald studieren, geht uns das Thema Studiengebühren alle etwas an!
Um die Einführung der Gebühren zu diskutieren, konkrete Fragen zu klären und eventuell Möglichkeiten zu suchen, wie wir uns gegen die Gebühren wehren können, lädt der GSK-Kurs der K12 alle SchülerInnen ab der 10. Klasse zu einer Disukssionsrunde mit dem CSU Landtagsabgeordneten Henning Kaul und einem Mitglied des Aktionsbündnisses gegen Studiengebühren ein.

Wann? Am Freitag, den 6.05. von 13:30 bis ca. 15:00 Uhr
Wo? Bei schönem Wetter im Innenhof, bei schlechtem in der Cafeteria

Wir freuen euch auf euer Kommen!
"

So lautete ein Flyer den, wie oben schon beschrieben, die Schüler des GSK-Kurses (Geschichte/Sozialkunde) ausgeteilt hatte. Immer interessiert und motiviert mir so etwas anzuhören, war für mich klar, dass ich da auch anwesend sein wollte.
Deshalb bin ich mit Niklas nur kurz zum neuen Edeka gedüßt (geiles Teil, aber das würde den Rahmen sprengen) und wir haben uns kurz etwas zur Stärkung geholt. Dann war natürlich gestern (wie heute auch) miserables Wetter, sodass wir in einem Kursraum unsere kleine Diskussionsrunde abhielten. Anwesend waren - wie gesagt - der Herr Landtagabgeordnete Henning Kaul, ein Vertreter des Aktionsbündnisses gegen Studiengebürhen (hab seinen Namen wieder vergessen), ich glaube er hieß Matjes Blohm o.ä., der Kanzler der Fachhochschule Aschaffenburg Herr Sarich, Frau Jebe und Bambeck (Sozialkunde Lehrerinnen) und weitere interessierte
Schülerinnen und Schüler. Die Presse war auch in Form von Doris Huhn anwesend, wobei ich hier ja mal wieder gespannt bin, was sie diesesmal zu Papier bringt...
Alles in allem konnte, denke ich, die Diskussionsrunde als sehr locker und erfrischend ansehen werden, es wurden alle Meinungen angehört und kräftig diskutiert. Dass ein Herr Kaul sich nicht davon überzeugen lässt, dass Studiengebühren böse sind und dass wir uns von ihm nicht aufschwatzen lassen, dass sie doch für etwas gut sind, war klar. Aber allein die Tatsache sich mit sojemandem einmal auseinander gesetzt zu haben, war es die Erfarhung durchaus wert.
Ich fordere für die Zukunft mehr solche engagierten GSKler und Diskussionsrunden.
Auf bald! :)

Montag, 18.04.2005

Keine Zielgruppe